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Unser Angebot für Erwachsene

Wenn das Sprechen oder Schlucken eingeschränkt ist, ist dies für den Betroffenen und deren Angehörige eine große Veränderung.

Wir möchten, gemeinsam mit Ihnen, Ihre Fähigkeiten stärken und die entstandenen Schwierigkeiten verändern, damit Ihnen die Kommunikation im Alltag wieder leichter fällt.

Dazu zählt für uns vor allem in sehr enger Absprache mit Ihnen auch eine Beratung Ihrer Angehörigen.

Wir stehen Ihnen bei Fragen stets zur Seite, damit Sie konkrete Anleitungen für den Alltag erhalten und die neu entstandene Situation besser verstehen und einschätzen können.

Die Behandlung findet in der Regel in meiner Praxis für Logopädie in den Niels-Stensen-Kliniken im Marienhospital Osnabrück in wöchentlichen Therapiesitzungen (á 45 Minuten) statt. Besonders hervorzuheben ist unsere konstante Betreuen während und nach Ihrem Krankenhausaufenthalt.

Sofern Ihnen von Ihrem Arzt ein Hausbesuch verordnet wurde, kommen wir selbstverständlich auch direkt zu Ihnen.

Unser Therapieangebot für Erwachsene umfasst folgende Schwerpunkte:

  • Sprachstörung/Aphasie (nach Schlaganfall)
  • Sprechstörung/ Dysarthrie (nach Schlaganfall, bei Multiple Sklerose, Morbus Parkinson)
  • Schluckstörung/ Dysphagie (nach Schlaganfall, neurologischer Schädigung)
  • Trachealkanülenmanagement
  • Stimmstörung/ Dysphonie (nach OP, stimmlicher Überbelastung)  
  • Stottern (Non-avoidance Therapieansatz nach C. van Riper)    

Eine Aphasie kann nach einer Verletzung des Gehirns, so z.B. nach Schlaganfall, Hirnblutung oder Schädel- Hirn- Trauma, entstehen.

Bei dieser Sprachstörung können verschiedene Ebenen der Sprache betroffen sein.

Dazu zählen das Verstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben von Sprache.

Jeder Betroffene hat individuelle Störungsschwerpunkte und Schwierigkeiten, welche es gilt zu verbessern bzw. Ersatzstrategien zu erarbeiten. Im Vordergrund steht immer die persönliche Kommunikationsfähigkeit.

Eine Dysarthrie ist eine Sprechstörung, welche durch eine Schädigung des Gehirns entsteht und auch Folge einer neurologischen Erkrankung (z.B. Morbus Parkinson, Multiple Sklerose) sein kann.

Betroffen ist hier die Muskulatur der am Sprechen beteiligten Funktionen, wozu Atmung, Stimme und Aussprache gehören. Therapieziel ist es, die Verständlichkeit des Sprechens zu verbessern und die persönlichen Fähigkeiten einzusetzen.

Eine Schluckstörung kann durch eine neurologische Störung, durch einen entzündlichen Prozess oder aber auch durch Wucherungen im Mund- und Rachenraum entstehen.

Der genau aufeinander abgestimmte Schluckablauf ist hier gestört, was dazu führen kann, dass Nahrung oder Speichel gar nicht mehr oder unsicher geschluckt werden kann. Die Gefahr besteht darin, dass Nahrung oder Speichel in die Lunge gelangt und dort eine Lungenentzündung verursachen kann.

Ziel der Therapie ist die möglichst sichere Nahrungsaufnahme und die Anpassung der persönlichen Fähigkeiten des Betroffenen. Dazu zählen ein individuell angepasstes Schlucktraining, eine Kostberatung und eine Anleitung bzw. Beratung der Angehörigen.

Wenn eine langfristig medizinisch notwendige Unterstützung der Atmung erforderlich ist, kann eine Tracheotomie („Luftröhrenschnitt“) durchgeführt werden.

Diese hat grundlegende Folgen für die Atmung, das Sprechen und das Schlucken.

Der Umgang mit der Trachealkanüle, Informationen zur Funktion und Pflege sowie eine Anbahnung bzw. Verbesserung  der Kommunikation und des Schluckens sind unter anderem Therapieinhalte.

Eine Stimmstörung kann sich in einer Veränderung des Klanges oder auch in einer reduzierten Leistungsfähigkeit der Stimme zeigen.

Als Ursache sind organische oder durch falschen Gebrauch der Stimme entstandene Veränderungen möglich.

Ziel der Therapie ist es, die stimmlichen Fähigkeiten möglichst so zu verändern, dass die betroffene Person sich langfristig nicht mehr beeinträchtigt fühlt.

Jeder Stotterer hat seine individuelle Art zu Stottern und hat im Laufe der Zeit meist seine eigenen Strategien entwickelt, um das Stottern zu vermeiden oder zu überdecken. Doch nicht selten führen diese zum sozialen Rückzug, zu alltäglichen Einschränkungen und zur Verstärkung der Angst vor dem Stottern.

Im „Non- avoidance“ Therapieansatz geht es vor allem um das Wort wörtliche „Nicht- vermeiden“.

Die Bewusstwerdung des Stotterns, der Abbau des Vermeideverhaltens und die Erarbeitung von Modifikationstechniken stehen im Mittelpunkt der Therapie.